Todesdrohung, antisemitische Beleidigungen und dreimaliges Anspucken in Betrieb 3
Am 05.08.2026 gegen 12:45 Uhr wurde ich in Betrieb 3 von Sergej Jakubovskis mehrfach mit dem Tod bedroht, antisemitisch beschimpft und dreimal ins Gesicht gespuckt. Er kündigte an, mich noch am selben oder spätestens am folgenden Tag abzufangen, mir die Kehle durchzuschneiden und mich zu töten.
Ich reagierte nicht körperlich, wich aus, wählte einen anderen Arbeitsweg und meldete die Gefahr unverzüglich einem Bediensteten. Als russischsprachigen Zeugen benannte ich einen Mitgefangenen namens Georgij aus Lettland. Gegen 14:45 Uhr berichtete ich Frau Mahlow ausführlich. Der Arbeitsbereich steht nach meiner Wahrnehmung unter Videoüberwachung.
Noch am selben Tag reichte ich eine förmliche Gefährdungsanzeige mit Eilantrag beim Anstaltsleiter (Herrn Kratz) sowie Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Potsdam ein — jeweils mit der Bitte um sofortige Sicherung der Videoaufzeichnungen, räumliche Trennung und schriftliche Bestätigung.
Kommentar — Einschätzung von Dmitry Bagrash
Ich habe durch mein eigenes Verhalten — Ausweichen statt Gegenwehr, sofortige Meldung — eine körperliche Eskalation verhindert. Dass mir dennoch zunächst kein Arbeitseinsatz ermöglicht wurde, sehe ich als zusätzliche Benachteiligung, obwohl ich den Vorfall nicht verursacht habe. Ob ein organisierter Zusammenhang mit früheren Vorfällen besteht, kann ich nicht beweisen — ich trage dies ausdrücklich nur als Prüfauftrag vor, nicht als bewiesene Tatsache.
Herkunft des Dokuments
Anlage 10_F5 – Gefährdungsanzeige an JVA: Google Drive · Dokumentseite Anlage 10_F5 →
Anlage 11_F5 – Strafanzeige Staatsanwaltschaft Potsdam: Google Drive · Dokumentseite Anlage 11_F5 →
Hinweis: Diese Seite gibt die Darstellung und rechtliche Einordnung von Dmitry Bagrash wieder. Sie unterscheidet zwischen dokumentierten Vorgängen und noch zu überprüfenden Angaben des Betroffenen und ersetzt keine gerichtliche Feststellung oder unabhängige Gefährdungsanalyse.