Tag   in Haft Diese Dokumentation entsteht aus der Justizvollzugsanstalt Heidering. Ich kann von hier nicht auf dem Postweg versenden — jede Übermittlung läuft per Telefax über Dritte. Was die Justiz über mich schreibt →
Verfahrensstand — 07.11.2026
Strafanzeige gegen Groß und Wachs nach § 339 StGB vom 02.09.2026: Staatsanwaltschaft Berlin, 232 Js 4326/26; die Abgabe außerhalb Berlins hat die Generalstaatsanwaltschaft am 14.10.2026 abgelehnt (F2-221), Aufsichtsbeschwerde bei der Senatsverwaltung am 21.10.2026 zugestellt (F2-222), von dort am 26.10.2026 an die Generalstaatsanwaltschaft zur Stellungnahme weitergeleitet (F2-242); am 06.11.2026 habe ich den Generalbundesanwalt gebeten, eine Beteiligung eines fremden Dienstes zu prüfen (F2-244) · offene Anfragen mit Zähler; Bundestagspetition ergänzt (die Kette); nicht entschieden, es gilt die Unschuldsvermutung · Verfassungsbeschwerden: 2 BvR 1314/26 (vom 10.07.2026) und 2 BvR 1974/26 (vom 01.09.2026, laut Schreiben vom 16.10.2026 der zuständigen Kammer vorgelegt, F2-224); ein Aktenzeichen bezeichnet die Eintragung im Verfahrensregister, nicht mehr · Offener Vollzug nur gegen „Straftataufarbeitung“: Antrag an die Strafvollstreckungskammer und Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Frau Metz vom 26.10.2026 (F2-226, F2-227); schriftlicher Vollzugsplan am 27.10.2026 ohne Unterschrift ausgehändigt, Antrag am 28.10.2026 erweitert (F2-229); Antwort an Frau Metz am 29.10.2026 zugestellt: Gespräch nur mit Protokoll und Zeugen (F2-232); der Plan im Wortlaut wertet Beschwerden und Veröffentlichungen als Gefahr (F2-239, Zwang zum Geständnis); Plan am 02.11.2026 beim Gericht nachgereicht, externes Gutachten beantragt (F2-241) · Telefonentgelte seit 17.08.2026 bis +850 %: Antrag nach § 113 StVollzG an die Strafvollstreckungskammer am 29.10.2026 zugestellt, die Anstalt hat seit 06.09.2026 nicht geantwortet (F2-231); Beschwerde beim Hamburgischen Datenschutzbeauftragten gegen den Betreiber eingereicht; seit 31.10.2026 ist das Telefonkonto von außen nicht mehr aufladbar, Eilantrag und einstweilige Anordnung beantragt (F2-240); seit 02.11.2026 behoben – laut Betreiber eine Störung, keine Sperre (F2-243) · Videotelefonie-Sperre vom 22.07.2026 am 11.09.2026 gerichtlich als rechtswidrig aufgehoben, 595 StVK 126/26 Vollz (Dossier); Dienstaufsichtsbeschwerde von der Anstalt zurückgewiesen (F2-228), Aufsichtsbeschwerde an die Senatsverwaltung am 28.10.2026 zugestellt (F2-230) · Rechtsbeschwerde 595 StVK 68/26 Vollz vom Kammergericht am 24.09.2026 als unzulässig verworfen; ein Plan ohne Unterschrift sei kein Mangel (F2-233, der Vorgang) · Post: Landgericht stellt am 02.10.2026 fest, die verspätete Aushändigung meines Rechtsbeschwerde-Entwurfs war rechtswidrig (F2-234) · Ausweisung: Verfahren offen; das BAMF hat am 17.03.2026 ein Abschiebungsverbot hinsichtlich Russlands festgestellt (F2-236) · Strafanzeige gegen einen Mitgefangenen bei der StA Potsdam unter 496 Js 34084/26 in Bearbeitung; Nationale Stelle und CPT am 02.11.2026 informiert (F5-025); Petitionsausschuss um Aufklärung gebeten, warum bedrohende Mitgefangene immer wieder in meine Nähe gelangten (F5-026).
⚖ Neuer Stand · Oktober 2026
JVA Heidering · Berlin · Wiederaufnahme

Die Verteidigung ist gefunden —
jetzt fehlt die Finanzierung

Dmitry Bagrash, Anti-Putin-Aktivist und Vorsitzender von Unkremlin e.V., hat eine Verteidigung außerhalb Berlins gefunden, die die Wiederaufnahme seines Verfahrens prüfen und führen will. Gesucht wird jetzt eine gemeinnützige Organisation, die einen Rechtshilfefonds trägt. Das Geld geht an die Verteidigung, nicht an ihn.

Gesucht: eine gemeinnützige Organisation als Träger des Rechtshilfefonds

Monatelang stand an dieser Stelle: „Strafverteidiger gesucht“. Diese Suche ist abgeschlossen. Kanzleien und Hochschullehrer außerhalb Berlins haben meinen Fall geprüft und schriftliche Angebote vorgelegt; eine Verteidigung ist bereit, die Wiederaufnahme zu übernehmen. Stand 21.10.2026: Sie hat ihre Bereitschaft erklärt; ein Mandatsvertrag ist noch nicht geschlossen. Das Mandat beginnt, sobald die Finanzierung steht. Ihren Namen nenne ich öffentlich erst mit Beginn des Mandats, damit sie nicht unter Druck gerät, bevor sie begonnen hat. Organisationen, die helfen wollen, nenne ich ihn im ersten Gespräch.

Was fehlt, ist das Geld. Ich bin in Haft und habe kein Einkommen. Deshalb suche ich eine gemeinnützige Organisation, die einen zweckgebundenen Rechtshilfefonds trägt: eine Spendenaktion, die sie organisiert und deren Mittel sie selbst verwaltet.

Das Geld geht an die Verteidigung — nicht an mich

  • Spenden gehen an die Trägerorganisation, nicht an mich und nicht an Privatpersonen.
  • Die Kanzlei rechnet direkt mit der Organisation ab; die Organisation entscheidet über jede Zahlung.
  • Ich habe keinen Anspruch auf Auszahlung, auch nicht auf einen Restbetrag.
  • Jede Zahlung wird hier öffentlich ausgewiesen: Eingänge, Gebühren, beauftragte Leistung, Rechnung, Restbestand.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit übernehme ich: Die Aktion wird auf dieser Website, in meinen Kanälen und in der Pressearbeit beworben.

Was es kostet — nach den schriftlichen Angeboten, die mir vorliegen

Erste Prüfung (Go/No-Go)rund 900 bis 7.500 € netto, je nach Umfang
Wiederaufnahmeantragrund 10.000 bis 15.000 € netto
Sachverständigengutachten zu Spuren und Elektronik, falls die Prüfung sie trägtnach einer anwaltlichen Schätzung 60.000 bis 80.000 €

Erstes Ziel: 15.000 Euro — genug für eine unabhängige Prüfung und den Einstieg in den Antrag.

⚠ Was eine Organisation wissen muss, bevor sie zusagt

Ich sage es vor dem ersten Gespräch, nicht danach. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat meine Strafanzeige gegen den Oberstaatsanwalt, der die Anklage gegen mich vertreten hat, an ihre eigene Unterbehörde gegeben — ohne Aktenzeichen und ohne ein Wort zu meiner Bitte, sie außerhalb Berlins prüfen zu lassen (Dossier). Ich rechne damit, dass auch ein Rechtshilfefonds auf erheblichen Widerstand stößt, auch von Seiten der Berliner Strafverfolgungsbehörden. Wer den Fonds trägt, sollte das wissen und trotzdem bleiben wollen.

Sie vertreten eine Organisation, die das kann? Schreiben Sie an bagrash.presse@gmail.com, Betreff „Rechtshilfefonds Bagrash“. Kostenangebote, Urteil und Prüfmatrix sende ich sofort; den Namen der Verteidigung nenne ich im ersten Gespräch.

Vier Wege nach §§ 359 ff. StPO — und warum die Strafanzeige gegen den Richter dazugehört

  1. Urteil und Rechtskraft. Dem Urteil vom 22.07.2024 fehlte die nach § 260 Abs. 5 StPO zwingende Liste der angewandten Vorschriften. Eingefügt wurde sie am 30.07.2025 — 373 Tage nach der Verkündung, nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs und nach Eintritt der Rechtskraft.
  2. Neue Beweismittel (§ 359 Nr. 5 StPO). Anwälte, die den Fall geprüft haben, benennen die Spuren- und die Elektronikbefunde als Feld für eine forensische Neubewertung.
  3. Amtspflichtverletzung eines mitwirkenden Richters (§ 359 Nr. 3 StPO). Dieser Weg ist nach § 364 StPO nur offen, wenn wegen der behaupteten Tat eine rechtskräftige Verurteilung ergangen ist oder ein Strafverfahren aus anderen Gründen als wegen Mangels an Beweisen nicht durchgeführt werden kann. Deshalb ist meine Strafanzeige vom 02.09.2026 gegen den Vorsitzenden Richter und den Oberstaatsanwalt nach § 339 StGB keine Nebensache, sondern die Voraussetzung dieses Weges — und deshalb ist entscheidend, wer sie prüft. Für die Angezeigten gilt die Unschuldsvermutung.
  4. Menschenrechtsbeschwerde (§ 359 Nr. 6 StPO). Stellt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Verletzung der Konvention fest und beruht das Urteil darauf, ist die Wiederaufnahme zulässig. Meine Beschwerde ist eingereicht.

Ob und auf welchem Weg der Antrag Erfolg haben kann, entscheidet die Verteidigung nach ihrer Prüfung — nicht ich. Die Prüfmatrix mit allen Spuren.

Ein Anwalt aus Berlin steht unter unzumutbarem Druck

Die Berliner Staatsanwaltschaft und der Berliner Justizsenat haben in diesem Verfahren eine aktive und dokumentierte Rolle gespielt, die weit über normale Strafverfolgung hinausgeht. Bisherige Verteidiger wurden systematisch an der Akteneinsicht gehindert und unter institutionellen Druck gesetzt. Ein Anwalt außerhalb Berlins — idealerweise aus einem anderen Bundesland — bietet eine strukturelle Unabhängigkeit, die für eine effektive Verteidigung unerlässlich ist.

⚠ Warnung: Zu erwartende Behinderungen

Der Verteidiger muss damit rechnen, dass die Berliner Staatsanwaltschaft und der Justizsenat auf Akteneinsichtsgesuche zunächst gar nicht antworten werden. Auf Nachhaken wird die Auskunft lauten, die Akten seien „gerade nicht greifbar" — an einem nicht näher bezeichneten Ort im Universum. Sobald sie zurückgekehrt sind, würden sie selbstverständlich unverzüglich übermittelt. Wer mit dieser kafkaesken Verwaltungsrealität umgehen kann und bereit ist, beharrlich auf dem Rechtsweg zu bestehen, ist der richtige Partner für diesen Fall.

Woran ein Wiederaufnahmeantrag ansetzen kann — drei Punkte, in zehn Minuten prüfbar

Ich weiß, dass ein Wiederaufnahmeantrag ein novum braucht und nicht von Öffentlichkeit lebt. Deshalb hier zuerst das Konkrete, ohne Vorrede:

  1. Das Urteil vom 22.07.2024 enthielt die nach § 260 Abs. 5 Satz 1 StPO zwingende Liste der angewandten Vorschriften überhaupt nicht. Der Bundesgerichtshof entschied am 07.05.2025 über diese Fassung. Eingefügt wurde sie am 30.07.2025 — 373 Tage nach der Verkündung, nach Eintritt der Rechtskraft, mit der Begründung, es liege ein offensichtliches Schreibversehen vor. Die Besetzung des Berichtigungsbeschlusses wich von der des Urteils ab. Anlage 65_F2
  2. Das BKA-Gutachten zur Untauglichkeit der Vorrichtung und die Frage, wie die Gefährlichkeitsannahme trotz dieses Gutachtens in Strafzumessung und Prognose weiterwirkt. Ich behaupte ausdrücklich nicht, dass Untauglichkeit gegen eine Verurteilung spricht — § 23 Abs. 3 StGB stellt den untauglichen Versuch unter Strafe.
  3. Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder ist zweimal aus Bonn angereist und zu keinem Beweisthema befragt worden. Dossier Groß, Punkt 17

Ob daraus ein Wiederaufnahmegrund wird, prüft jetzt die Verteidigung. Alle drei Punkte lassen sich an den verlinkten Originaldokumenten prüfen, ohne mir ein Wort zu glauben.

📋 Wiederaufnahme-Matrix — alle Spuren auf einen Blick

Damit ein Verteidiger nicht bei null anfängt: Ich habe die denkbaren Ansätze nach §§ 359 ff. StPO in vier Spuren geordnet — neue Beweismittel (Nr. 5), mögliche Richterstraftat (Nr. 3, derzeit durch § 364 StPO gesperrt), Urteils-/Dokumentenidentität und EGMR (Nr. 6) — mit Status je Kandidat, Gesetzesanker und nächstem Schritt. Auch das, was sich nicht halten lässt, ist offen benannt.

📋 Matrix lesen (HTML) ⇩ Als PDF herunterladen

Stand 14.10.2026

  • Wiederaufnahme — Verteidigung außerhalb Berlins gefunden; Finanzierung über einen Rechtshilfefonds gesucht (oben).
  • Strafanzeige nach § 339 StGB vom 02.09.2026 gegen VRiLG Groß und OStA Wachs — von der Generalstaatsanwaltschaft an die ihr unterstellte Staatsanwaltschaft Berlin gegeben; dort Aktenzeichen 232 Js 4326/26; die Abgabe außerhalb Berlins hat die Generalstaatsanwaltschaft am 14.10.2026 selbst abgelehnt; Folgeschreiben am 12.10.2026 zugestellt, Bundestagspetition E-208090 ergänzt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Dossier
  • Verfassungsbeschwerde vom 10.07.2026 — registriert unter 2 BvR 1314/26. Zweite Verfassungsbeschwerde vom 01.09.2026 — zunächst AR 6264/26, seit 16.10.2026 2 BvR 1974/26, der zuständigen Kammer vorgelegt. Ein Aktenzeichen bezeichnet die Eintragung im Register; über eine inhaltliche Prüfung besagt es nichts.
  • 595 StVK 68/26 Vollz — Rechtsbeschwerde am 09.09.2026 zur Niederschrift der Geschäftsstelle erklärt. Der Vorgang
  • 595 StVK 126/26 Vollz — Videotelefonie-Sperre am 11.09.2026 gerichtlich als rechtswidrig aufgehoben. Der Vorgang
  • Vollzugsplan — die im Plan festgesetzte Fortschreibung „spätestens 13.09.2026“ ist ausgeblieben; Antrag auf Vollzugsplankonferenz vom 15.10.2026. Der Vorgang
  • Beschwerde zum EGMR eingereicht. Abschiebungsverfahren läuft.

Fünf Kernbereiche

Das eigentliche Ziel — in einem Satz

Diese Website ist umfangreich. Damit niemand sie durcharbeiten muss, um zu erfahren, worum es geht: Die Verteidigung soll den Wiederaufnahmeantrag nach §§ 359 ff. StPO prüfen und, falls sie ihn für begründet hält, stellen.

Der Ansatzpunkt ist der Umstand, dass die Liste der angewendeten Vorschriften nach § 260 Abs. 5 StPO im Urteil fehlte und erst 373 Tage später — nach der Revisionsentscheidung und nach Eintritt der Rechtskraft — als „Berichtigung eines Schreibversehens“ eingefügt wurde. Der Bundesgerichtshof hat also über ein Urteil entschieden, das diese Liste zu diesem Zeitpunkt nicht enthielt.

Ob daraus ein Wiederaufnahmegrund folgt, ob der Weg über § 359 Nr. 5 StPO, über eine Verfassungsbeschwerde oder über ein Verfahren nach § 458 StPO führt, kann ich nicht beurteilen. Das ist die anwaltliche Frage, und sie ist der Kern des Mandats. Alles Weitere auf dieser Seite ist Hintergrund.

📋 Wiederaufnahme-Matrix: alle Spuren, Status, nächster Schritt

Nachträgliche Einfügung der Normenliste — 373 Tage nach Verkündung

Das Urteil des Landgerichts Berlin vom 22.07.2024 wurde am 30.07.2025 — 373 Tage nach Verkündung und 84 Tage nach Eintritt der Rechtskraft — durch einen „Berichtigungsbeschluss“ ergänzt: Die nach § 260 Abs. 5 StPO zwingende Liste der angewendeten Vorschriften wurde erstmals eingefügt, begründet als „offensichtliches Schreibversehen“, in anderer Kammerbesetzung als beim Urteil. Über die Revision hatte der Bundesgerichtshof zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden — auf der Grundlage eines Urteils ohne diese Liste.

Meine Einschätzung: Das ist mehr als die Korrektur eines Schreibversehens. Die Rechtslage, die eine Verteidigung prüfen muss: Nach der Rechtsprechung des BGH (1 StR 106/24; 3 StR 122/22) ist die Liste weder Urteilsformel noch Urteilsgründe und kann grundsätzlich auch nach Rechtskraft berichtigt werden. Der späte Einschub allein begründet deshalb noch keinen Wiederaufnahmegrund. Entscheidend ist, ob außer der Liste noch etwas anderes geändert wurde — das klärt nur ein Vergleich aller Originalfassungen (Matrix, Spur C). Die Beschwerde gegen den Berichtigungsbeschluss vom 26./27.08.2025 wurde entgegen § 306 Abs. 2 StPO nicht dem Kammergericht vorgelegt, sondern an die Generalstaatsanwaltschaft weitergeleitet.

📄 Beweis gegen Wachs und Groß 📄 Täuschung als modus operandi 📝 Entwurf lesen: Wiederaufnahmeantrag

Verschleierung russischer Geheimdienstprovokation — Oberstaatsanwalt Wachs (OStA)

Oberstaatsanwalt Klaus Michael Wachs schloss die Ermittlungen zum Brandanschlag auf Bagraschs Fahrzeug und zur Überwachung seiner Person mit der Begründung ab, eine Beteiligung russischer Geheimdienste sei unplausibel: Hätten sie ihn tatsächlich als Täter platzieren wollen, hätten sie die deutschen Behörden anonym informiert. Zudem — so Wachs wie Richter Groß — sei Bagraschs politische Tätigkeit „völlig unbedeutend" gewesen.

Auf dieser Grundlage blieb der OSZE-Bericht Nr. 519702 vom 17.04.2022 dem Gericht vorenthalten — ein Dokument, das Bagraschs Aktivitäten detailliert dokumentiert und die Behauptung der „Unbedeutsamkeit" widerlegt. Nach dem Urteil stellte sich heraus, dass OStA Wachs sehr wohl wusste, dass Bagraschs Name von Beginn an in russischen Staatsmedien als Täter genannt wurde — als Quelle fungierte Sergej Feoktistow, eine Führungspersönlichkeit staatlicher russischer Medien. Wachs hat das Gericht damit nachweislich getäuscht.

📄 OSZE-Dokument Nr. 519702 📄 OSZE-Dokument Nr. 499582 📄 Dossier Feoktistow 📝 Entwurf lesen: Wiederaufnahme wegen neuer Tatsachen

Strafbare Handlungen des Richters Groß — Täuschung als System

Richter Vorsitzender Richter am Landgericht Groß (VRiLG) hat nach der Urteilsverkündung einen vollständigen Isolationsmodus verhängt: Kommunikation mit der Jüdischen Gemeinde unterbunden (116 Tage), Revisionsergänzungen nicht an das Revisionsgericht weitergeleitet, der Geschäftsstellenbeamtin sogar verboten, entsprechende Eingaben entgegenzunehmen. Darüber hinaus hat er Bagrash nachweislich falsch über die Fristen und das Verfahren zur Einreichung von Revisionsergänzungen informiert — eine Täuschung, die die Revision strukturell ausgehöhlt hat.

Alle Vorgänge sind durch eidesstattliche Erklärungen belegt. Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung (manipuliertes Rechtsmittelbelehrungsdokument), Strafvereitelung im Amt und Nötigung wurden gestellt — ohne jede Reaktion der zuständigen Aufsichtsbehörden.

📄 Täuschung als modus operandi (vollständig) 📝 Entwurf lesen: Strafanzeige gegen Richter Groß

Akteneinsicht — Frühzeitige Entlassung als Druckmittel

Der Verteidiger soll vollständige Akteneinsicht in alle Gefängnisunterlagen beantragen und den dokumentierten Vorgang anfechten, dass die vorzeitige Entlassung und die Verlegung in eine offene Anstalt faktisch an eine Bedingung geknüpft sind: Bagrash müsse seinen öffentlichen Kampf für eine Urteilsüberprüfung aufgeben und schweigen.

Als zusätzliches Druckinstrument wird die Abschiebung nach Russland in Aussicht gestellt — ein Land, in dem Bagrash als prominenter Anti-Putin-Aktivist und Vorsitzender von Unkremlin e.V. einer unmittelbaren Lebensgefahr ausgesetzt wäre. Dies stellt einen Verstoß gegen Art. 3 EMRK und das absolute Refoulement-Verbot dar.

Unabhängige Fallprüfung, Pressevertretung und internationale Gremien

Bagrash wünscht einen Verteidiger, der alle Verfahrensakten und Gerichtsunterlagen vollständig anfordert, eine unabhängige rechtliche Bewertung des Gesamtverfahrens vornimmt und als offizieller Sprecher gegenüber der Presse fungiert — national und international.

Darüber hinaus soll der Verteidiger die laufende EGMR-Beschwerde (313 Seiten, Rule 39) koordinieren sowie Kontakt zu den UN-Sonderberichterstattern für Folter und politische Verfolgung aufnehmen. Eine Verbindung zum Breitscheidplatz-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses — dem OStA Wachs ebenfalls zugeordnet ist — sollte ebenfalls geprüft werden.

📄 Beweis gegen Wachs und Groß (Google Drive)

Was den Verteidiger erwartet

Zu erwartende institutionelle Hindernisse

Die Berliner Staatsanwaltschaft und der Justizsenat werden auf Akteneinsichtsgesuche zunächst gar nicht reagieren. Bei Nachfrage wird erklärt, die Akten befänden sich derzeit an einem nicht näher definierten Ort — sobald sie wieder aufgefunden würden, kämen sie natürlich sofort. Dies ist kein Einzelfall, sondern dokumentiertes Muster.

Der Verteidiger muss bereit sein, konsequent auf dem Rechtsweg zu bestehen: Untätigkeitsbeschwerden, Dienstaufsichtsbeschwerden, im Zweifel Verwaltungsgericht. Wer ein dickes Fell und Erfahrung mit resistenten Behörden mitbringt, ist hier richtig.

Bagrash ist sich dieser Widerstände vollständig bewusst und sucht ausdrücklich einen Anwalt, der bereit ist, trotzdem anzutreten.

Ich könnte morgen freikommen. Ich will es so nicht.

Bevor ein Anwalt entscheidet, ob er dieses Mandat annimmt, muss er wissen, worauf er sich einlässt. Deshalb sage ich es an dieser Stelle so deutlich, wie ich kann.

Der Weg nach draußen steht mir offen. Er ist mir in den Vollzugsunterlagen sogar beschrieben worden: Ich müsste die Tat einräumen, mich mit ihr „auseinandersetzen“ und eine Therapie beginnen. Dann wäre der Weg zu Lockerungen frei, dann wäre die vorzeitige Entlassung erreichbar, und höchstwahrscheinlich würde damit auch die Androhung meiner Abschiebung entfallen. Abgeschoben würde ich in ein Land, das meinen Verein als „unerwünscht“ eingestuft hat.

Diese Freiheit lehne ich ab

Ich werde nicht gestehen, was ich nicht getan habe. Nicht für Lockerungen, nicht für eine vorzeitige Entlassung, nicht gegen die Drohung mit der Abschiebung.

Das Urteil ist im Namen des Volkes ergangen. Es erklärt mich zum Menschen, der billigend in Kauf genommen habe, dass ein vierjähriges Kind stirbt. Wer mit einem solchen Urteil einen Handel schließt, bestätigt es. Ich bestätige es nicht.

Und weil es im Namen des Volkes ergangen ist, geht es nicht nur mich an. Die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf zu erfahren, was in ihrem Namen entschieden wurde: auf der Grundlage eines Urteils, dem 373 Tage lang die Liste der angewendeten Vorschriften fehlte; auf der Grundlage von Vollzugsunterlagen ohne Unterschrift und ohne benannten Verfasser; und begleitet von einem Verfahren, in dem mir der Zugang zur Geschäftsstelle des Gerichts nur durch Hungerstreik zu erreichen war.

Ich will keine Freiheit um jeden Preis. Ich will meinen Namen zurück: die Wiederaufnahme des Verfahrens, die vollständige Rehabilitierung und die strafrechtliche Prüfung des Handelns derer, die dafür verantwortlich sind. Meine legale, angemeldete politische Tätigkeit gegen das Regime in Moskau wurde mit meiner Inhaftierung beendet. Auch das gehört zu dem, was zurückzugeben ist.

Meine Bitte an einen künftigen Verteidiger

Suchen Sie keine Verständigung mit dem Gericht. Führen Sie keine Gespräche über ein Geständnis gegen Strafnachlass, keine Verständigung nach § 257c StPO, keine Absprache über ein Teilgeständnis, mit welchem Ziel auch immer. Das ist ausgeschlossen, und ich habe es in der Vollmacht ausdrücklich ausgenommen.

Wer dieses Mandat übernimmt, übernimmt kein Mandat zur Strafmilderung. Er übernimmt ein Mandat zur Überprüfung eines Urteils. Wenn Sie das für aussichtslos halten, sagen Sie es mir offen — das ist ein redlicher Grund abzulehnen. Womit ich nicht arbeiten kann, ist ein Verteidiger, der auf halbem Weg beschließt, dass ein Vergleich vernünftiger wäre.

Ausführlich in meiner öffentlichen Erklärung vom 27.07.2026: „Ich lehne Freiheit gegen ein Geständnis ab“ · alle Open Statements

Ein Vorschlag zur Überprüfung: schicken Sie Ihren eigenen Anwalt

Was auf dieser Website steht, klingt unwahrscheinlich. Das ist mir bewusst. Ein Gefangener behauptet, man habe ihm über Monate den Zugang zur Geschäftsstelle des Gerichts verwehrt, Briefe geöffnet und Akteneinsicht verweigert — und legt dafür Dokumente vor, die er selbst ausgewählt hat. Kein Journalist sollte das ungeprüft übernehmen.

Deshalb schlage ich Redaktionen etwas vor, das keine Recherche in meinen Unterlagen ist, sondern ein Test an der Wirklichkeit: Beauftragen Sie einen Anwalt Ihres Vertrauens. Ich erteile ihm Vollmacht. Er beantragt in meinem Namen Akteneinsicht — nichts weiter. Er dokumentiert jeden Schritt: wann er den Antrag gestellt hat, wann und ob geantwortet wurde, mit welcher Begründung, wie oft er nachfassen musste, was ihm dabei begegnet.

Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass Sie mir nichts glauben müssen. Sie beobachten einen Vorgang, an dem ich nicht beteiligt bin. Verläuft er reibungslos, haben Sie den Beleg dafür, dass meine Darstellung nicht stimmt — und Sie sollten das schreiben. Verläuft er so, wie ich es über zwei Jahre erlebt habe, haben Sie den Vorgang selbst dokumentiert, aus erster Hand, unabhängig von mir. Beides ist ein Ergebnis. Nur eines davon ist bequem.

Was ich dazu beitrage

Eine auf Akteneinsicht beschränkte Vollmacht · Zugang zu allen Unterlagen, die ich besitze · keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung · das Recht der Redaktion, das Ergebnis auch dann zu veröffentlichen, wenn es mir schadet.

Warum die Vollmacht beschränkt ist — und warum das den Test nicht schwächt

Ich erteile keine allgemeine Verteidigervollmacht an eine mir unbekannte Person. Der Grund liegt in meiner eigenen Erfahrung: Ich habe erlebt, dass in meinem Namen Erklärungen abgegeben wurden, die ich nicht wollte und die mir geschadet haben. Diesen Fehler wiederhole ich nicht.

Die Vollmacht, die ich erteile, umfasst deshalb ausschließlich:

  • Antrag auf Akteneinsicht nach § 147 StPO und Einsichtnahme in die Akten,
  • Empfang von Auskunft und Schriftverkehr hierzu,
  • Vertretung im Verfahren über die Akteneinsicht selbst, falls sie verweigert wird.

Ausdrücklich nicht umfasst sind:

  • Erklärungen zur Sache, insbesondere Geständnisse, Teilgeständnisse oder Zugeständnisse tatsächlicher Art,
  • Verständigungen nach § 257c StPO oder Gespräche darüber,
  • Rücknahme oder Beschränkung von Rechtsmitteln,
  • jede Erklärung gegenüber Gericht, Staatsanwaltschaft oder Vollzugsbehörde, die über die Akteneinsicht hinausgeht.

Jede weitergehende Handlung bedarf meiner vorherigen schriftlichen Zustimmung im Einzelfall. Diese Beschränkung wird der Akte beigefügt, damit sie für Gericht und Staatsanwaltschaft erkennbar ist.

Für den Test einer Redaktion ändert das nichts. Geprüft wird ohnehin nur eines: ob ein Anwalt in diesem Verfahren Akteneinsicht erhält, wie lange es dauert und was ihm dabei begegnet. Genau dazu berechtigt diese Vollmacht — und zu nichts sonst.

Anfragen unter dem Betreff „Akteneinsicht – Redaktionsanwalt“ an die unten genannte Adresse.

Melden Sie sich

Sie vertreten eine gemeinnützige Organisation, die den Rechtshilfefonds tragen kann, oder wollen die Aktion unterstützen? Bitte melden Sie sich. Alle Unterlagen können unmittelbar nach einem ersten Gespräch übermittelt werden.

Pressekontakt & Anfragen

Dmitry Bagrash ist über die folgende Adresse erreichbar.
Bitte Betreff: „Verteidigung Bagrash"

✉ bagrash.presse@gmail.com

Alle Anfragen werden vertraulich behandelt.

Weitere Dokumente: Vollständiger Dokumentenindex · Täuschung als modus operandi · Zugang zur Justiz verweigert